Bain-Studie zum Existenzdruck der Vermögensverwalter

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Das weltweit verwaltete Vermögen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Allerdings ist das Geschäft weniger stabil, als es scheint. Der Boom des billigen Geldes, der 2012 begann und in vielen Ländern durch niedrige Zinsen und wirtschaftliche Erholung gekennzeichnet war, verdeckt grundlegendere Trends im Kundenverhalten, Technologie und in der Regulierung.

Diese machen dem Asset-Management-Markt schwer zu schaffen. Bis 2022 muss sich die Branche auf einen deutlichen Profitabilitätsverlust einstellen. Das weltweit verwaltete Vermögen wächst langsamer, die Kosten steigen – und in der Folge schrumpfen die Gewinne (Abb. 1). Zwischen 2018 und 2022 wird der Ertrag pro verwaltetem Euro Vermögen jedes Jahr im Schnitt um 7 Prozent fallen. Die Bain-Studie zeigt, dass die Gewinnspanne zwischen den zehn stärksten und den zehn schwächsten Unternehmen von 10 Basispunkten im Jahr 2017 auf 13 Basispunkte im Jahr 2022 ansteigen wird – gegenüber nur 4 Basispunkten im Jahr 2013. Das bedeutet für einen mittelgroßen Asset-Manager mit einem Vermögen von 300 Milliarden Euro im Jahr 2022 einen signifikanten Gewinnunterschied von rund 400 Millionen Euro.