Unprofitable Firmenkunden und wie Banken darauf reagieren können

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Die anhaltend niedrigen Zinsen decken die Schwächen der Banken im bisher noch profitablen Corporate-Banking auf. Weltweit tragen derzeit lediglich rund 20 Prozent der Firmenkunden zum Gewinn einer multinationalen Bank bei. 50 Prozent kreisen um den Break-Even, 30 Prozent sind Verlustbringer. Der Gewinn könnte indes schon deutlich steigen, würde eine Bank bei ihren unprofitabelsten Kunden, dies sind etwa 1 Prozent, kostendeckende Preise erheben oder sich von ihnen trennen.

Den besonders bei deutschen Banken großen Handlungsbedarf unterstreicht die jüngste Ausgabe des Bain-Corporate-Banking-Index. Er ging im zweiten Halbjahr 2016 in den beiden Dimensionen Ertrag und Profitabilität erneut leicht zurück. Die Erträge im Firmenkundengeschäft verharren damit bereits seit vier Jahren mehr oder minder auf dem gleichen Niveau.

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Die Profitabilität sank in diesem Zeitraum um gut 30 Prozent. Zwar profitierten die Institute bei den Erträgen zuletzt von einer regen Kreditnachfrage. Mit 1.036 Milliarden Euro erreichten die Darlehen an Firmenkunden im zweiten Halbjahr 2016 ein neues Rekordniveau. Doch dafür schwächelte der Hoffnungsträger Provisionsgeschäft – und hier vor allem das Cross-Selling. 73 Prozent der Erträge der Banken resultieren damit nach wie vor aus dem Zinsüberschuss.

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